Kettenmail die Zweite

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Liebe Leute,
denkt doch erst einmal ein bisschen nach bevor ich blindlings jeden Scheiss aus eurem Postfach in die Postfächer von euren lieben Freunden stopft.

Gerade eben durfte ich mir wieder so einen Kettenbriefmist durchlesen (siehe unten).

Jetzt die Frage: Woran erkenne ich eine Kettenmail? Ich veröffentliche hiermit mal einen kleinen Kettenbrief-Guide:

Regel 1: Große Namen verwenden

  • Immer schön AOL, Microsoft oder Norton verwenden. Das klingt immer gut und wichtig. Sie suggeriert dem Opfer: Diese Mail muss „echt“ sein! Ob die Namen jetzt irgendwas mit dem Thema zu tun haben ist irrelevant. So ist es egal, ob AOL irgendwas mit AntiVirus Software zu tun hat wenn man vor einem Virus warnen möchte, absolut unwichtig.

Regel 2: Angst machen

  • Einfach irgend eine obstruse Rahmengeschichte erfinden, welche zu einem beängstigenden Ereignis wie „Festplatte löschen“, „Passwörter weg“, „Daten werden alle geklaut“ führt. Ob das irgendwie realistisch ist, ist egal, da die Mail ja dank Regel 1 wahr sein MUSS.

Regel 3: Druck machen

  • Jetzt braucht man noch ein Ultimatium. Ein Termin, an welchem all diese schlimmen Ereignisse stattfinden werden. Es setzt den Leser unter Druck, sagt ihm, dass er schnell handeln muss um das Unheil abzuwenden! Kettenmails sind ja immer aktuell und nicht Jahrelang unterwegs. Wenn ich also „Samstag“ schreibe, dann ist selbstredend der kommende Samstag gemeint.

Regeln 4: An die Gutmütigkeit appelieren

  • Zum Schluss zeigt man dem verängstigten Opfer noch die einzigste Lösung um die Katastrophe zu verhindern: Die Welt muss gewarnt werden! Sofort!! Ohne dich sind wir verloren. Schicke diese Mail an ALLE! Nur so können wir die Apokalpypse verhindern.

4 Gedanken zu “Kettenmail die Zweite

  1. Oder noch einfacher: „Wenn du dich 5min mit verschlossenen Augen im Kopfstand vor deinen PC stellst wird deine ICQ Blume blau o0“

  2. Narf,

    scheiß Kettenbriefe. Ich habe eine Freundin ihr erstes E-Mail-Konto eingerichtet, als Sie von mir Ihren ersten Computer bekam. Es dauerte nichtmal einen Tag (!) da hatte ich schon den ersten Kettenbrief und die erste weitergeleitete Powerpoint-Präsentation von ihr.

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