Die Erklärung warum Computerspiele schuld sind

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Ich muss das Thema einfach nochmal aufgreifen: Wie kommt es dazu, dass die ganzen Amokläufer und Verrückte gleichzeitig sogenannte „Killerspielespieler“ sind?

Nunja, ich denke mal das liegt daran, das so ziemlich alle Jugendliche Computerspiele spielen. In meinem Umfeld ist das spielen von Computerspielen sogut wie von jedem mehr oder weniger das Hobby. Es ist einfach normal geworden, jeder macht es, wie Fernsehen.

Das wäre doch wie wenn ich behaupten würde, das Tragen von Schuhen würde mich zum Morden verleiten. Diese These beweise ich einfach dadurch, dass alle Mörder der letzten Jahre sogenannte „Killerschuhe“ an ihren Füßen hatten. Also schaffen wir Schuhe ab, Problem gebannt. Das Problem der „Schuhmörderei“ ist gelöst, legen wir uns wieder auf die faule Haut. Die dumme Bevölkerung feiert uns, weil wir die Welt ein Stück sicherer gemacht haben. Den wir sind Politiker, wir verstehen was davon. Von allem.

Ja wie, es gibt immernoch Mörder? Aber sie tragen keine Schuhe? Dann muss es sich um eine völlig neue Art von Verrückten halten! Sind es etwa die gefürchteten „Hutmörder“ oder „T-Shirt-Killer“?

Warum hinterfrägt keiner was diese seltsamen Amokläufer noch getan haben? Dieser erste Spacko da, dieser ResistanzX, der hat sich doch täglich mit seinen Kumpels im Wald gegenseitig Gummikugeln an die Rübe geballert. Ist so etwas normal? Hatte er einen Fernseher? Hatte er vielleicht sogar Schuhe?

Sorry wenn dieser Eintrag ein wenig ins Groteske abrutscht, aber genau das ist diese öffentliche Killerspiele-Diskussion. Und nichts anderes.

7 Gedanken zu “Die Erklärung warum Computerspiele schuld sind

  1. Pingback: Mortal Sundowner » Blog Archive » Killerspiele sind Schuld an Amokläufen

  2. Dein Artikel ist keineswegs grotesk. Er bringt die Sinnlosigkeit der ganzen Diskussion lediglich auf den Punkt.

    Die Politiker sollten besser unsere Gesellschaft betrachten, anstatt einen „Sündenbock“ zu suchen.

  3. also bis zu dem absatz mit den „gummikugeln“ ist dein beitrag super, aber dann machst du genau den fehler, den du eignetlich anprangerst. sind jetzt alle paintballer auch potentielle killer? als semiaktiver ^^ spieler kann ich dir sagen, dass das nicht so ist! ich könnte nichtmal einer fleige was zu leide tun, aber andere leute mit farbkugeln abballern ist einfach super lustig, manchmal auch äusserst schmerzhaft. das lässt einen dann aber nicht vergessen, dass das was man da macht „echt“ ist.

    der junge hatte einfach einen psychischen knacks. da braucht man nicht nach anderen gründen suchen. alles andere wird einen auch kaum dazu verleiten leute umzubringen.

  4. Hi,
    danke für deinen Kommentar.

    Du hast recht, es liest sich tatsächlich so, war aber nicht beabsichtigt. Ich wollte nur aufzeigen, dass es noch mehr Anzeichen gab die in „diese“ Richtung gingen, aber darüber habe ich in den Medien nirgends auch nur eine Zeile gelesen. Deshalb bin ich mir auch gar nicht sicher das es Paintball war, was er gespielt hat.

    Wenn ich unbedingt einen Schuldigen suchen will, dann würde ich mir zuerstmal das anschauen, was am nahesten an der Realität dran ist. Aber nein, die Killerspiele sind ja eh schon im Fokus – klatschen wir einfach auf den Sack nochmal drauf.

    Fakt ist nunmal, dass er Waffen geil fand. Sieht man ja an seinen megacoolen Videos. Im Painballern, oder „skirmen“ wie ich oft gelesen habe, konnte er jedenfalls Praxiserfahrung im betätigen von Projektilabfeueraperaturen sammeln. Und auch das Thema führt uns wieder weiter. Was ist mit den Schützenvereinen etc. etc.

    Ich will damit nicht sagen, dass alle Paintballer potentielle Amokläufer sind. Habe das Spiel selbst mal gespielt und erlebt, das der primäre Fokus im Teamwork und im Kräftemessen steht. Und nicht im „blaue Flecken“ zufügen. Oder töten.

    Aber das selbe gilt nunmal auch für Computerspiele.

    Ich muss zugeben, diese Diskussion geht mir tierisch auf die Nerven. Wir können schreiben und Recht haben wie wir wollen, es hört uns ja doch keiner zu.

    Und dein letzter Satz trifft die Faust aufs Auge 😉

  5. joa, der hat airsoft und nicht paintball gepielt. ist eigentlich vergleichbar, nur dass es bei airsoft doch ein bisschen realistischer zugeht. aber das ist auch kein grund. wie du schon sagst gibt es immer noch schützenvereine oder die bundeswehr. aber selbst wenn er da mitglied gewesen wäre hätte das keine sau interessiert. es ist eine hexenjagd und am ende verliert der mit der kleinsten lobby. so wird doch schon lange politik gemacht. ist doch alles zum kotzen.

    http://blog.tiyun.de/index.php?/archives/829-my-2-cent.html

  6. Ich denke, der Artikel bringt die eigentliche Problematik genau auf den Punkt! Wenn CS durch ist, wird es vielleicht paintball sein, dann bla bla bla… Es gibt tausende Gründe, eine Hexenjagd zu starten…

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