Nature One 2007

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Ich bin zurück, immernoch lebendig und blicke auf ein sehr sehr geiles Wochenende zurück.

Anfahrt

Freitag morgen gings los, frühzeitig aus dem Bett gesprungen und fertig gepackt. Gegen 13.30 auf den Weg gemacht ins nächste Kaff und Kollegen abgeholt. Danach noch eingekauft und losgefahren.

Ein Zwischenstopp – länger und grauenhafter wie geplant

10 KM vorm Ziel schaltete sich der Hunger ein & ein McDonalds Schild winkt fröhlich zur Autobahn herrüber – also legten wir einen kleinen Zwischenstopp ein. Einfahrt DriveIn, Schlange. Musik laut, in den Sitz gechillt und gewartet. Man will ja die Umwelt schonen, also Motor aus. Nach ein paar Minuten geht es weiter. Zündschlüssel wird gedreht – doch als Ergebnis nur ein trauriges Seufzen des Motors.

Panik. Auto kaputt? So kurz vorm Ziel? Wochenende im Arsch? Alles im Arsch?

Auch mehrfache Versuche den Motor wieder zum laufen zu bewegen schlagen fehl. Von den Menschen auf dem Parkplatz dringt bereits ein hämisches Grinsen herrüber. Doch ein Blick verrät uns: Sie sind Kameraden, ebenfalls zukünftige Bewohner des dreizehnten Landes; Festivalgänger.

Aussteigen, Auto aus der Schlange schieben – ich bleibe sitzen, lenke – ist klar. Nachdem das Auto steht bieten die Kameraden uns Hilfe an. Wir organisieren ein Starterkabel von der nahe gelegenen Tankstelle. ADAC? In so einer Situation sicher eine kluge Investition. Doch wenn man seine Rechnung nicht bezahlt, dann kommen sie auch nicht mehr, die gelben Engel. Lassen einen abstürzen in die rote Hölle. Egal.

Starterkabel angesteckt, kostbare Anlage vorher natürlich abgeklemmt, gestartet. Fehlanzeige. „Der Marder wars!“, muss ich hören. Ein anderer meint, das treue Gefährt bekommt keine Sprit mehr. Damit liegt er dann auch richtig. Doch der Grund bleibt ein Rätsel. Ein weiterer NatureOne-Freund kommt heran, KFZler, vom Schicksal geschickt. Er wirft einen Blick in den Sicherungskasten im Fussraum. Stellt fest: „Die Sicherung der Benzinpumpe steht son Stückel raus. Ich drück mal wieder rein…“

Zündschlüssel gedreht, Auto startet, KFZler als Dank 15 Bier versprochen wenn wir ihn aufm Gelände treffen, mit Nahrung eingedeckt und weiter geht die Fahrt.

Wie es zu sowas kommt? Keine Ahnung. Zuviel Bassvibrationen vielleicht? Wer weis wer weis…

Ankunft

Gegen 21-22 Uhr Ankunft Campingplatz, vorher noch 1 Stunde Stau. Aber laute Musik lässt einen das Warten sehr gut ertragen. Als Willkommensgeschenk darf jeder von uns 12 Euro Campingebühr abgeben. Tanz Tanz.

03082007079-large.jpgAuto irgendwo im Grass abgestellt – sehr gemütlich. Ausgestiegen, kurze Sightseeing Tour über den Platz, danach zurück zum Auto. Danach erstmal zu zweit einen Teil der Alkoholvorräte vernichtet um uns psychisch und physisch auf den langen Abend vorzubereiten. Danach Abflug. 50 Meter nach Aufbruch fragen uns zwei Weiber ob wir mit ihnen auf das Festivalgeände gehen. „Klar, auf gehts“, so unsere Antwort, und ab gings dann auch. Zwar warn die zwei Voll-Lesben wie sich später heraus stellte, trotzdem, oder vielleicht grad deswegen, hatten wir jede Menge Spass mit den zwei.

Das Festival

nature1.jpgGross, richtig gross. Ein sehr geiles Festivalgeände, nämlich die Pydna. Eine ehemalige Atomraketenbasis der Amerikaner. Und zufällig Schauplatz meiner Grundausbildung bei der Bundeswehr. Richtig, genau dort wo diese gigantische Bühne steht habe ich Stacheldraht verlegt und Straßensperren aufgebaut.

Impressionen

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Mehr zu sehen + Videos gibt es hier

Djs

Bei über 10 Bühnen kann man natürlich nicht alles sehen, aber meine Highlights waren

  • Disco Boys, richtig schönes House
  • Paul Van Dyk, trotz Verspätung gute Stimmung gemacht
  • Sven Väth, ging tierisch ab
  • Carl Cox, schönes Feuerwerk, Musik fand ich aber bisschen zu monoton
  • Armin Van Burren, hammergeiles Set was er da aufgelegt hat

Fazit

Viel erlebt, viel gesehen, viel gemacht. Unmöglich alles in ein Review zu packen. Typische Festivalstimmung eben gepaart mit einem erstklassigen LineUp und extrem guter Musik.

Vorallem wenn man bedenkt wie milimalistisch wir gecampt haben und trotzdem soviel Spass hatten, herrlich. Erst einen Tag vorher wurde der Plan fertiggestellt, auch wirklich hinzugehen. Wir hatten kein Zelt dabei, außer 10 Landjägern und einem Laib Brot nichts zu essen und trotzdem ging es. Im Auto schlafen, Dönerstände & freundliche Nachbarn haben uns ernährt. Es geht alles wenn man will.

Fazit: Ein absolutes Muss für Freunde der elektronischen Musik.

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