Duschen bei der Bundeswehr

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Ja, eine leidige Sache. Ich verkneif mir jetzt einfach die verbreiteten Sprüche, von wegen Seife fallen lassen sei gefährlich und so weiter – den sie sind alle wahr.

Jedenfalls: Duschen war und ist immer eine interessante Erfahrung in der Bundeswehr. Während der AGA, wenn man verschwitzt und mit nem halben Baum in den Haaren aus dem Wald kommt, da wünscht man sich nichts sehnlicher als seinen stinkenden Kadaver endlich waschen zu dürfen.

Aber man darf nicht. Den das Material geht vor dem Menschen. Deshalb wird erstmal geputzt – und zwar die Ausrüstung. Solange bis man mit seinem Klappspaten sein Abendessen zu sich nehmen könnte. Dann irgendwann, nach vielen Stunden des Putzens wird man endlich belohnt und darf endlich endlich duschen – und alle anderen auch.

So steht man mit 30 Mann in der Dusche und teilt sich die 4 Wasserspritzer an der Wand. Eine schöne Erfahrung, viele nackte stinkende Männer mit Penissen stehen in einem sich braun färbendem Duschwasser.

Andere Geschichte: Duschen nach der AGA.

Meine momentane Kaserne ist ungefähr hundert Jahre alt. Ok, genau genommen dürften es so 60-80 Jahre sein. Eine ehemalige Ordensburg vom bösen Teufel Hitler. Und genau so sieht das Teil eben auch aus – wie eine Burg. Und die Dusche ist vom Teufel besessen.

Die „Dusche“ besteht aus drei Zapfen an der Decke, an welchen man wie beim Kühe melken einmal ziehen darf. Dann läuft Wasser. Aber wie regle ich jetzt da die Temperatur, neigt der verwöhnte Leser sich zu fragen. Gar nicht, so meine Antwort. Man muss es dem Schicksal bzw. dem Teufel der in der Dusche wohnt überlassen. Und so leide ich täglich, wenn ich 10 Minuten eiskalt dusche und es dann aus dem Hahnen heiss dampfen sehen sobald ich mich wieder anziehe.

Naja, wenigstens brauch ich jetzt keine Penise mehr sehn.

9 Gedanken zu “Duschen bei der Bundeswehr

  1. Also ich hab ne temperierbare Dusche in meiner Stube… aber ich bin ja schon ruhig :-X

  2. Grusel, Herr OG (mittlerweile, oder?). Da habe ich auch eine Geschichte: Der teuflische Spuk mit den sich selbst temperierenden Duschen durfte ich auch beim Bund mitmachen.

    Wenn man allein war und endlich die Temperatur mit dem total ausgeleierten Drehknopf gefunden hatte, kam natürlich ein Kamerad und hat seinen verpesteten Leib – auf der hoffentlich gegenüberliegenden Seite des Raumes – unter den Duschkopp gestellt. Dann ging’s los. Wenn er an seiner Dusche drehte wurde das Wasser bei mir natürlich erst mal weniger – was okay war, weil irgendwie hat sich der Klempner damals – im Krieg – gedacht, das Wasser muss _generell_ mit 2,5 Bar Druck aus der Wand schießen. Aber dass dann die Temperatur erst bibberkalt wurde, dass man dachte, einem fällt gleich was ab, um dann wieder kochend heiß auf einen nieder zu donnern, war nicht angenehm. Ich habe mich dann immer zur Seite gestellt und so lange gewartet, bis der Kollege die Temperatur bei sich reguliert hatte – dann war’s auch bei mir wieder okay – schließlich hing man zusammen an der gleichen Leitung.

    Da fallen mir noch tausend andere Geschichten aus der Aga ein – man man. paxos, räumst mir ein Plätzchen hier ein, damit ich alle meine alten Storys unterkriege? 😉

  3. Ich will nur erwähnen das ich duschen mit dir immer total toll fand ^^

  4. soso, so gehts also bei Bundeswehrmännern euch unter der Dusche zu …?
    Jetzt habt ihr jegliche Klischees in meinem Kopf zunichte gemacht…

  5. Also mir graut es, wenn ich an das duschen in der Bundeswehr zurück denke… Bei mir war es allerdings keine Seife, sondern mein Nagelknippser der mir runterfiel und mir zum verhängniss wurde. Kaum gebüngt und schon ist Jendrik mit seinem Lümmel drann an meinem hinteren Oberschenkel…Kurz darauf hielten seine netten Kompanen mich denn noch fest und den rest könnt ihr euch sicherlich ausmalen.
    PS. Jendrik stammt aus Afrika und ist schwarz das neigt sich natürlich auch auf seinen Dödel ab, der sehenswert war!

    mfg marvin

  6. Was geht ihr auch zu Bundeswehr… Mit Erlebnisduschen kann man dort halt nicht rechnen… Zumindest im klassischen Sinne…
    LG, Martina

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