iPhone 3G vs N95

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Ich habe es ja schon großartig heraus posaunt: Ich habe mir ein iPhone 3G geleistet. Mittlerweile hab ichs knapp zwei Wochen; Zeit also, einen Bericht abzuliefern.

Die Entscheidung für den Kauf fiel in meiner Situation mehr als schwer. Als Besitzer eines Nokia N95 Handys wurden meine Ansprüche ziemlich nach oben geschraubt. So war für mich damals die überragende 5 Megapixel Kamera des N95 der Kaufgrund. Ist es das iPhone wert darauf wieder zu verzichten?

Klar, Handykamera ist Handykamera, aber der Faktor „hab ich immer dabei“ ist nicht zu unterschätzen. Klar, ne Kamera macht bessere Bilder und bessere Videos – aber die Kamera liegt meistens zuhause. Als Kerl hab ich eben nicht immer mein komplettes Leben in meinem „Handtäschchen“.

Als Mann hat man eben alles in der Hosentasche!

Ausstattung
Habe mich für 16 Gigabyte Version in schwarz Entschieden. Dazu gabs den Complete S Tarif, welcher bis zum 30.09. 30.10. noch mit 500 MB Inklusivtraffic zu haben ist. Reicht locker.

Gekostet hat mich das gute Stück knapp 249 Euro, die monatlichen Kosten belaufen sich auf 29 Euro Grundgebühr. Darin enthalten sind 50 Freiminuten, die mir persönlich absolut reichen. Was fehlt sind InklusivSMS, von dem her wird auf die Grundgebühr definitiv noch was drauf kommen.

Je nach SMS Verhalten besteht aber die Möglichkeit ein SMS Pack dazu zu buchen, womit ich die SMS kosten auf von 19 cent auf 12,5 Cent drücken kann. Für so ne bescheidene Leistung wie die Übertragung von 160 Zeichen Text zwar weiterhin Wucher, aber was solls.

Stabilität
Tja, viel Gemotze hab ich vernommen über die ach so instabile Firmware 2.0. Das kann ich jedoch nicht bestätigen. Abgestürzt ist mir das Phone bisher nicht, nur das mit der Zeit „träge“ werden kann ich bestätigen. Neustart hilft da.

Das Problem wird einfach ein Speicherloch in der Firmware sein und wohl spätestens mit 2.1 ausgemerzt sein. Ging in den 1.xer Versionen ja auch schön smooth.

Internet
Tja, Internet auf dem Handy ist nichts neues. Auch mein N95 hatte einen gar nicht mal schlechtes Browser an Bord. Wirklich Spass gemacht hat der aber nicht. Das fing mit der Bedienung an (Stichwort „Richtungstasten und Mauszeiger“) und endete mit der Geschwindigkeit und den Crashs.

Der MobileSafari schlägt sich da weit besser. Erlaubt mir dynamisch auf HTML Elemente zu zoomen oder frei via MultiTouch Geste mit zwei Fingern. Dazu ist das Teil schnell und macht einfach Spass. Volle Punktzahl dafür.

Einzig der fehlenden Flash-Unterstützung sollte man sich bewusst sein – das konnte mein N95 via FlashLite.

Maps
Richtig verliebt habe ich mich in die Maps Applikation. Im Freien zeigt sie mir innerhalb weniger Sekunden meine exakte Position, in Gebäuden krieg ich meine ungefähre Position trianguliert über die Funkmasten. Im Vergleich zu meinem alten N95 ist der Satfix also fast schon unverschämt schnell.

Aber auch hier ist nicht alles gold was glänzt: Zur Navigation im Auto eignet sich das Teil auf keinen Fall. Nicht nur wegen der fehlenden Sprachführung, auch ist es bei höheren Geschwindigkeiten zu träge.

Ich hoffe darauf das die API bald für PointToPoint Navigationsprogramme geöffnet wird, bin aber davon überzeugt das es bald soweit sein wird.

Mein N95 war da fitter und war für mich zu 100% ein Navigationsgerät-Ersatz. Im Auto mit Sprachführung und sehr exakt. Der Punkt geht ans N95.

Apps
Tja, die Apps. Gibt viel Interessantes, aber auch viel langweiliges. Positiv anzumerken ist natürlich, dass es auch viel kostenlos zum installieren gibt. Aber auch viele Apps sind auf jedenfall ihr Geld wert, beispielsweise kann ich MyBudget empfehlen. Das Tool zeigt mir exakt meinen Verbauch an Traffic und Freiminuten an, sodass ich da nicht in eine Kostenfalle laufe.

iPod
Der iPod, jay. Damit ist der Musikplayer des iPhones gemeint.

Für Leute, die iTunes auch wirklich zur Musikverwaltung nutzen, ideal. Ich gehöre da glücklicherweise dazu. Einfach nur Haken bei den Playlisten, Podcasts und Filmen machen die man synchronisieren will, fertig.

Klasse finde ich, das hierbei wirklich alles synchron gehalten wird. Also meine Bewertung eines Titels, bei Podcasts die aktuelle Abspielposition (sehr wichtig) und auch der PlayCounter.

Das speichern der Abspielposition kann man auch bei „normalen“ Musikstücken aktivieren. Sehr nützlich wenn man beispielsweise längere Mixe hört.

Auch interessant: Dynamische Playlisten lassen sich synchronisieren und werden vom iPhone sogar interpretiert. Beispiel: Ich habe eine Playliste die Titel eines bestimmten Künstlers anzeigt mit der Bedienung, dass ich sie noch nie angehört habe. Lass ich den Song nun auf dem iPhone durchlaufen, verschwindet dieser anschließend aus der Liste. Das alles ohne das ich nochmal synchronisieren muss.

Musik abspielen klappt soweit also ganz gut. Bedienung für einen sauberen Überblick über die Musik ist aber auf jedenfall eine Pflege der eigenen Musikbibliothek. Wenn man seine Musik schön in Alben ablegt und Cover dazu ablegt klappt das sehr gut.

Ein paar Kinderkrankheiten hat das Ding natürlich auch. So krieg ich in der Übersicht zB nur die ersten paar Buchstaben eines Songs angezeigt. Soviel wie eben auf den Bildschirm passt. Da wäre ein scrollender Text klar die bessere Lösung gewesen.

Zusatzequipment

Auf jedenfall ein Muss: Tasche + Dock!

2 Gedanken zu “iPhone 3G vs N95

  1. Hach ja. So nen IPhone ist eigentlich schon was nettes. Waeren da nicht die verdammten Einschraenkungen die einem Apple da auferlegt …

    pfleidis letzer Blogeintrag: Podcasts

  2. hmm, ich hab mich ja konsequent gegen so schnick-schnack wie tasche oder dock entschieden. und es tut dem iphone eigentlich ganz gut, immer lose in meiner tasche zu liegen. und wenn ich mir deine bilder so anschaue: weiß ist halt doch schöner 😛

    fimbultyrs letzer Blogeintrag: Update

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