Episodes 2 Open Beta!

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Episodes, my awesome Mac-App for awesome TV-Show management, is reaching its next level really soon: Episodes 2!

And the Open Beta phase is starting today. And I need you to help me test!

Go here and grab your copy. If you find any bugs or have some ideas, send me your feedback!

Summer School 2013 in Schottland an der UWS

Im Sommer 2013 war ich für 6 Wochen in Schottland an der University of the West of Scotland (UWS) um dort eine Summer School zu absolvieren. Hier ein Bericht. Dieser erschien auch hier. Mehr Bilder auf FlickR.

Organisatorisches

Ich erfuhr von der Summer School in Schottland über eine Info-Mail von Frau Schumacher aus dem AAA der HdM. Nach ein wenig Recherche und dem lesen einiger Erfahrungsberichte im Netz war relativ schnell klar, das ich mich selbst auf den Weg nach Schottland machen möchte.

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Die Anmeldung erfolgte unabhängig von der HdM über die Seite der UWS. Solange man die Anmeldefrist einhält, besteht eine relativ hohe Chance auf eine Zusage, da meist genügend Plätze zur Verfügung stehen. Man sollte sich schon vor der Anmeldung darüber Gedanken machen, welche Module man belegen möchte und mit seiner Hochschule abklären, ob die ECTS-Punkte auch angerechnet werden können.

Nach meiner Anmeldung erhielt ich relativ schnell eine Zusage per Mail. Wenige Tage später wurde ich auf Facebook direkt in eine „offizielle“ Gruppe, erstellt von den Organisatoren der Summer School, eingeladen. Dort stellten sich einige Betreuer und Dozenten vor und es wurden bereits erste von der UWS organisierte Aktivitäten angekündigt, wie beispielsweise die Besichtigung einer Whiskey-Destillerie oder einer gemeinsamen Wanderung auf den „Cobbler“.

Bezahlen muss man „nur“ die Unterkunft, da es in Schottland keine Studiengebühren gibt. Der Preis für die Unterkunft für die 6 Wochen betrug £ 770 (ca. € 910). Leider sind die Flüge nach Schottland relativ teuer, da es aus dem Süden Deutschlands keine Direktflüge gibt. Die meisten Flüge haben eine Zwischenlandung in Schiphol (nahe Amsterdam) und kosten daher etwas mehr, in meinem Fall € 350-400. Aus der Nähe Berlin gibt es aber auch Flüge für um die € 200.

Unterkunft

Seit 2013 werden die Teilnehmer der Summer School in einem neuen Wohnheim direkt neben der Universität in der Story Street untergebracht. Die neue „Residence“ wurde 2013 eröffnet und leidet daher noch unter der einen oder anderen Kinderkrankheit.

zimmer

In jedem Stockwerk befinden sich mehrere Wohnungen, welche jeweils 6 Einzelzimmer (mit eigenem Bad!) und eine großen Küche beinhalten. Die Küchen sind super als Aufenthaltsraum für mehrere Personen geeignet, allerdings wird es dabei relativ schnell unangenehm warm. Ein Öffnen des Fensters hilft da nicht, da diese nur gekippt werden können (Feuerschutz). Generell scheint Feuerschutz in Schottland eine weit höhere Priorität zu genießen als in Deutschland: Alle Türen sind Feuerschutztüren, welche automatisch zufallen. Es ist dadurch z.B. nicht möglich die Wohnung ordentlich durchzulüften oder die Zimmertür offen stehen zu lassen, um unkompliziert am sozialen Leben teilnehmen zu können. Die Feuermelder in jedem Raum führten dann auch zu mehreren Fehlalarmen mitten in der Nacht. Ein weiteres Problem: Man kann nicht die Wohnungstüre offen stehen lassen, weil man beispielsweise Gäste erwartet. Das wäre kein Problem, gäbe es eine Klingel an der Wohnungstüre. Diese wurden aber scheinbar bei der Planung vergessen. Richtig: Das bedeutet, es ist nicht möglich, seinen Nachbarn zu besuchen ohne ihn vorher per Telefon oder Internet zu kontaktieren.

Was super funktioniert hat war das W-LAN in der Unterkunft: Entweder man benutzt seinen schon vorhandenen Eduroam-Account, welchen man vorher in der HdM benutzt hat, oder meldet sich mit seinen Zugangsdaten von der UWS an. Es gibt in jedem Zimmer und in der Küche Netzwerksteckdosen und das W-LAN hat ebenfalls eine gute Abdeckung.

Leider wurde während der Summer-School aufgrund von Wartungsarbeiten am Stromnetz der Universität mehrfach der Strom am Wochenende abgestellt. Dies hatte zur Folge, dass an zwei Wochenenden das Internet komplett tot war.

Ankunft & die ersten Tage

Nach meiner Ankunft hob ich zuerst meine ersten „Pfund“ am Geldautomat ab und machte mich auf die Suche nach dem richtigen Bus in Richtung Paisley. An den Straßenverkehr muss man sich erstmal gewöhnen, denn es fahren alle auf der falschen Seite. Auch steigt man im Bus logischerweise auf der linken Seite ein. Nachdem ich dann im Bus saß, folgte erstmal Verwirrung, da die Stationen, welche der Bus anfährt, keine eigenen Namen haben. Als Neuankömmling ist es somit erstmal ziemlich schwer rauszufinden wann man den Aussteigen muss. Deswegen stieg ich dann auch zwei Stationen zu früh aus. Machte aber nix, ich nutzte die Chance und sammelte meine ersten Eindrücke von Paisley, meinem zukünftigen Zuhause für die nächsten 6 Wochen.

Mit Hilfe meines Handys fand ich dann relativ bald den Weg zur Unterkunft in der Storie Street. Der Empfang war besetzt und ich wurde freundlich begrüßt. Nachdem noch einige Unterschriften von mir eingesammelt wurden, wurde mir der Schlüssel ausgehändigt und ich wurde von einem der Janitor-Students zu meiner Wohnung gebracht.

schottische-schotten

Da ich bereits am Samstag eintraf, war in meiner Wohnung noch nichts von meinen Mitbewohnern zu sehen, da die meisten Studenten erst am Sonntag eintreffen sollten. Nachdem ich mein Bett bezogen und den Koffer ein wenig entleert hatte, machte ich mich direkt auf den Weg zum Supermarkt (Morrisons) um erstmal das Nötigste einzukaufen. Als ich zurück in der Unterkunft kam waren in der Facebook-Gruppe bereits einige dabei, die erste Unternehmung zu organisieren. Es trafen sich später alle bereits eingetroffenen Studenten im gut ausgestatteten Aufenthaltsraum der Unterkunft. Nach dem ersten Kennenlernen führte uns der Weg dann in den ersten Pub und später noch in einige der Clubs in Paisley.

Die Universität

Am Montag fand die Einführungsveranstaltung statt. Es wurden die Dozenten vorgestellt und die Gebäude gezeigt. Interessanterweise gab es auch einen kleinen Exkurs in die schottische Esskultur & es wurde ein kleines Quiz durchgeführt. Auch sah man hier zum ersten Mal alle Teilnehmer der Summer School.

Der Campus in Paisley ist relativ unübersichtlich, aber sobald man mal die wichtigsten Punkte kennt (Student Link, Starbucks) findet man sich gut zurecht.

Das Niveau der Module empfand ich als ziemlich unausgeglichen. Ich hatte mich für die Module „Business English“ und „Human Side of Technology“ entschieden. Was alle Module gemeinsam hatten: Es mussten relativ viele Hausaufgaben, praktische Aufgaben und auch Vorträge durchgeführt werden. Im Modul „Business English“ wurde am letzten Tag der Summer School sogar eine zweistündige Klausur durchgeführt und es wurden mehrere benotete Vorträge und Hausarbeiten gefordert. Das Modul „Human Side of Technology“ war im Vergleich deutlich einfacher zu absolvieren, doch auch hier ging viel Zeit für die Vorbereitung der Vorträge drauf.

Die UWS verfügt über umfangreiche Sportstätten, doch befinden sich diese etwas ausserhalb in Thornly Park (dort befindet sich das alte Wohnheim). Dorthin kommt man entweder mit dem Bus oder man läuft ca. 40 Minuten. Für relativ kleines Geld kann man dort das Fitness-Studio benutzen oder sich für eine der Teamsportarten anmelden.

Soziales

Die vorherrschende Nationalität war in diesem Jahr definitiv deutsch, weswegen in vielen Gruppen auch primär deutsch gesprochen wurde. Wer jedoch die Chance ergreifen wollte sich sprachlich weiter zu entwickeln, der hatte dazu gute Möglichkeiten. Es waren viele Nationen vertreten, darunter Spanien, Frankfreich, Holland, die tschechische Republik und sogar Russland. Dadurch war der für mich wichtige internationale Austausch definitiv gegeben.

Da es in diesem Jahr über 50 Teilnehmer an der Summer School gab, bildeten sich relativ schnell Gruppen, welche jedoch meist offen waren und man so sehr einfach Leute kennenlernen konnte.

Unternehmungen

Schottland ist sehr schönes Land. Und da wir nur 3 Tage pro Woche mit Vorlesungen beschäftigt waren, nutzten viele die Zeit für Ausflüge in die Umgebung. Neben den Städten wie Glasgow (in 20-30 Minuten mit dem Bus zu erreichen) bietet sich hierbei auch Edinburgh, die Hauptstadt von Schottland, für einen Besuch an. Diese ist mit dem CityLink Bus für wenig Geld erreichbar. Mit der Bahn & Fähre erreicht man auch sehr gut die verschiedenen Inseln in der Umgebung (Isle of Arran, Cumbrae), die sich gut für Tagestouren anbieten. Für akzeptables Geld werden auch Bustouren in die Highlands im Norden angeboten, bei denen man sich dann auch noch Loch Ness und Isle of Skye anschauen kann. Für Interessierte bietet sich unter Umständen auch ein Trip nach Dublin in Irland an, da man von Glasgow aus relativ günstig dort hin kommt. Ich persönlich hab alle erwähnten Trips gemacht und kann nur jedem ans Herz legen sich die beeindruckende Natur von Schottland auf jeden Fall anzuschauen! Ein guter Tipp ist es auch, sich für ein Wochenende einen Mietwagen zu leihen und einfach in den Norden zu fahren. Es lohnt sich!

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Nightlife gibt es entweder in den (kleineren) Clubs und Pubs direkt in Paisley zu erleben oder nach einer kurzen Busfahrt direkt in Glasgow. Zurück kommt man dann relativ günstig im Taxi.

Fazit

Schottland war für mich eine super Zeit, die ich nicht missen möchte, wenn auch nicht ganz billig. Aber es war jeden Cent wert. Ich habe viele Freunde kennengelernt und auch viel über mich selbst gelernt. Und ich durfte ein beeindruckendes Land mit netten Leuten kennenlernen.

Die Summer School an sich war sehr gut organisiert und es gab immer einen Ansprechpartner bei Problemen. Es war zu spüren, dass sich die Organisatoren sehr viel Mühe geben und das jedes Feedback zu Herzen genommen wird. Es gab sogar eine Abschlussfeier, ein schottisches Ceilidh, bei dem schottische Tänze gelernt werden konnten (und es war weit besser als es klingt!).

Ich kann nur jedem ans Herz legen, der sich nicht sicher ist, ob er ein Studium im Ausland „schafft“, es einfach mal mit einer Summer School zu versuchen. Danach herrscht dann definitiv Gewissheit.

O2 Blue All-In M Drosselung drosselt irgendwie

Dieser Beitrag ist keine Werbung!

O2 hat momentan wieder ein ganz attraktives Angebot für Studenten und “junge Leute”. Der O2 Blue All-In M (bitte noch längere Namen) bietet für knapp 25€ nun 1 Gigabyte Traffic. Und das auch noch mit nur monatlicher Laufzeit! Doch das Coole daran ist (zumindest auf dem Papier) folgendes:

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Uiui, ihr drosselt also nach einem Gigabyte nicht auf “nichts”, sondern auf 7,2 MBit/s? Das wäre ja bombig und genauso schnell wie mein jetziger Datentarif, quasi eine Flatrate mit unbegrenztem Traffic! Scrollt man ein paar cm weiter runter:

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Hä? Ja was den nun? Stellt man den Vertrag auf 24 Monate Laufzeit wird es noch irrsinniger:

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Ähm, also nun ein Jahr LTE (was gut ist) und im zweiten Jahr dann 7,2 MBit/s (was schlecht ist). Und wann wird worauf gedrosselt?

Ich hab dann den Vertrag mit 24 Monaten Laufzeit abgeschlossen. Und was wurde mir dann gebucht? Folgendes:

Screenshot 2013-11-27 11.21.35

Und warum den “schlechteren” Vertrag mit Laufzeit, welcher nach 1 Jahr auf 7,2 MBit/s zurück fällt (was eine Frechheit ist)?

Ich wurde gezwungen den Tarif mit 24 Monaten Laufzeit zu wählen, da ich aus meinem vorherigen Vertrag mit monatlicher Laufzeit nicht auf den Vertrag mit Sonderkonditionen mit ebenfalls monatlicher Laufzeit umsteigen konnte. Warum nicht einfach kündigen und neuen Vertrag abschließen? Eine Portierung der Nummer innerhalb des Unternehmens ist nicht möglich. Habt ihr aber geschickt eingefädelt.

Fazit

Alles verwirrend und scheisse. Hab keine Ahnung wann was wie gedrosselt wird. Laut einem Hotline Mitarbeiter wird im ersten Jahr LTE auf 7,2 MBit/s gedrosselt, im zweiten Jahr wie gewohnt auf “nichts” bzw. 20 KBit/s. Hilft nur ausprobieren.

Mehrere WordPress / Joomla Installationen überwachen

Als Web-Freelancer kommt man in die Situation, dass bei seinen Kunden mehrere WordPress oder Joomla Installationen laufen, welche regelmäßig aktualisiert werden müssen. Macht man das nicht, öffnet man Exploits und Sicherheitslücken die Türe und kämpft dann irgendwann mit seltsamen Problemen. Aber wie macht man das, wenn man mehrere hundert Installationen zu verwalten hat?

Zumindest bei WordPress hat sich das Problem mehr oder weniger erledigt, da sich WordPress seit Version 3.7 selbst updated – wenn es den funktioniert. Fein!

Es gibt einige Anbieter, die sich des Problems angenommen haben, kosten jedoch alle gut Kohle. Falls jemand mehr Anbieter kennt, meldet euch und ich schreib sie auf die Liste. Die alle klinken sich via Plugin in das CMS ein und bieten eine zentrale Plattform an, über die Updates eingespielt und Plugins geupdated werden können.

Joomla

  • Hier habe ich nur watchful.li gefunden. Los gehts hier ab 5$ für 5 Seiten.

WordPress

  • Hier gibt es infiniteWP. Scheint kostenlos zu sein, allerdings kostet jegliche Funktionalität (die hier als Plugin verkauft werden) zusätzlich Geld. Und zwar jede Menge!
  • Dann gibt es noch manageWP. Kostet rund einen Dollar pro zu managender Seite.

Sonstiges

“Früher” stand die aktuelle Version der Installation noch im HTML-Header, doch aus Sicherheitsgründen verzichten die meisten CMS mittlerweile darauf, was auch sinnvoll ist. Falls es doch noch drin steht gibt es die kleine Mac-App “CMS-Dashboard” im Store. Diese tut jedoch nicht viel mehr als den entsprechenden Tag auszulesen und fertig.

Joomla Pharmahack / Spambot

Ich hatte in den letzten Wochen öfters mal das Problem, das mein Server auf verschiedenen Email-Spam-Listen gelandet ist und die Mailzustellung entsprechend problematisch wurde.

Ein Check des Mailserver Log ergab jedoch keine Anomalien. Es wurde zumindest über den Mailserver keine hohe Anzahl Mails verschickt. Wie kann das also sein?

Auf die Spur kam ich der Sache als ich den SMTP Port überwachte:

1
sudo lsof -i | grep smtp

Das ein oder andere Mal erwischte ich damit einen Prozess, der unter einem Hosting-Account lief. Auf diesem Account war nur eine Joomla Installation untergebracht. Und diese war wohl verseucht. Es fanden sich mehrere seltsame Nutzeraccounts und kleine, seltsame benannte PHP-Scripte im Verzeichnis. Eine kurze Analyse der Scripte offenbarte, dass diese wohl nichts anderes tun als Kommandos von “Aussen” auszuführen. Also ein direktes eval() von POST-Content. Eine Analyse des Access-Log offenbarte, dass alle 1-2 Minuten so ein Kommando von einer unbekannten Quelle abgeschickt wurde.

Also hab ich mich mal dazwischen gehängt und das verschlüsselte Kommando abgefangen. Es war ein relativ langes Stück Programmcode welches im Prinzip einen Mail-Server emuliert. Das komplette Protokoll wurde als PHP-Script nachgebaut. Bingo!

Ein entfernen der Scripte, Updaten von Joomla und entfernen der Einfallstore schaffte Abhilfe, notfalls ein Diff über das aktuelle Verzeichnis machen. Es ist einfach ein Muss, eine CMS-Systeme auf dem aktuellen Stand zu halten. Nur wie schafft man es den Überblick zubehalten wenn man mehrere Installationen überwachen muss?

Episodes Lite

Episodes, meine App zur Serienverwaltung, gibt es nun auch als Lite Version, also quasi als Demo.

 

Wer sich bisher unsicher war, ob die App für ihn einen Nutzen hat, der kann das nun ohne Risiko ausprobieren.

Die Lite Version hat jedoch die Einschränkung, dass nur eine einzelne Serie in der Bibliothek verwaltet werden kann.

Das ganze ist ein Test, mal schauen wie sich eine Lite Version auf die Download-Zahlen auswirkt. Eventuell gibts dazu auch eine weitere Veröffentlichung dazu.

Sindelfingen Apple Store Eröffnung und die Sache mit dem Anstehen

7:00 Uhr morgens, der Wecker klingelt. Der erste Griff zum Handy, die Twitter-App geöffnet, Suche nach: “Sindelfingen”. Bilder kommen. Bilder von Menschen. Von vielen Menschen.

Aber der Plan steht noch. Auf gehts nach Sindelfingen, zur Eröffnung des ersten Stuttgarter Apple Stores, passend zum Verkaufsstart des iPhone 5.

Eine halbe Stunde später, gegen 7:30 Uhr komme ich dann an. Ich betrete das Breuningerland durch den Haupteingang und werde meines beschwingten, morgendlichen Ganges bereits nach wenigen Metern beraubt. Denn da stehen sie schon.

Vorgenommen hatte ich mir nicht länger als zwei Stunden mit so einem Blödsinn zu verbringen. Doch was ich da erblickte schien diesen Plan bedrohlich zu gefährden. Naja, da stand ich also.

“Und warum bist du hier bei dem Quatsch”, fragte mein ca. 5 Meter großer Nebensteher. “Vorkasse”, sagte ich nur. “Achja, ich auch”. Denn Vorkasse bedeutet, wenn man bei Apple etwas bestellt, dass sie dich nicht ernst nehmen. Zumindest nicht, bis dein Geld bei Apple angekommen ist. Oder bis der Affe auf die Taste gedrückt hat. Der Affe raucht wohl viel, den das dauert schonmal 5 Tage, und wenn deine Bestellung erst dann aktiv geschaltet wird und so ein iPhone aber bereits nach 2 Stunden im Store restlos ausverkauft war, dann sorgt das durchaus dafür, dass du 4 Wochen warten müsstest. Und darum fährt man morgens mal nach Sindelfingen.

Die Schlange befand sich direkt im Eingangsbereich des Einkaufszentrums. Irgendwann flog ein Gerücht durch die Luft, um 07:45 Uhr würden vorne irgendwelche Türen aufgehen und dann gehts los. Und dann gings los. Die Menge setzte sich in Bewegung. Schnell. Und dann wars auch schon wieder vorbei. Schnell stellten alle fest, dass die Leute nur schubweise in den Store gepumpt werden. So verging dann eine Stunde. Und dann war ich vorne.

Während dem fröhlichen Warten wurden einige Leute nach vorne gelassen unter dem Vorwand, sie wollen den Store nur anschauen und kein iPhone kaufen. Schnell kam dann natürlich die Idee auf, “hm, das mach ich doch auch mal”. Gut jedoch, dass ich es gelassen habe, den Apple war, wer hätte es gedacht, ziemlich gut vorbereitet. Am vorderen Ende der Schlange erhält man nämlich eine wichtige, magische, blaue Karte:

Doch was soll man damit? Gleich sollte ich es erfahren. Und es schwante mir schon: Das hier war nur die erste Schlange. Nachdem ich da durch war sollten wir erstmal einem Apple-Menschen hinterher dackeln.

Zeit nochmal die Apple-Homepage bezüglich des Standortes des Stores zu zitieren:

Der Apple Store befindet sich im Einkaufszentrum Breuningerland Sindelfingen in der oberen Etage im Breuninger-Flügel.

Jedenfalls: Es ging dann in das Erdgeschoss runter. Und da war sie dann, die Echte, die Richtige, die iPhone5-Kaufen-Schlange. Und um da anstehen zu “dürfen”, ja, dazu brauchte man diese blaue Karte. Die Nummer da drauf könnt ihr gerne anrufen, den die Leute haben einen guten Job gemacht, das nur am Rande.

Allmählich verlor ich dann doch die Lust, aber ich stellte mich mal hin. Das Problem ist ja nunmal das Folgende: Die Gefahr, dass man hier jetzt ein paar Stunden steht und dann am Ende gar keine Geräte mehr übrig sind, die ist ja nunmal durchaus gegeben. Aber auch hier war Apple vorbereitet. Den kurz vor der ersten Kurve der Warteschlange steht dieser freundliche Herr:

Diesem teilt man mit, welches Gerät man den gerne kaufen würde. Dann erhält man eine weitere magische Karte (diesmal weiß), welche nun quasi als “Reservierung” gilt und einem das Abholen (bzw. Kaufen) des Gerätes ermöglicht. Allerdings gilt diese Karte nur an diesem einen Tag und auch nur dann, wenn man die iPhone5-Schlange hinter sich gebracht hat. Eigentlich.

Ich hatte dann die Schnauze voll. Der Plan war, Abends nochmals her zu fahren, wenn (hoffentlich) weniger los ist. Aber den Store anguggen wollte ich mir vorher doch mal, das ging ja scheinbar, hatten die Leute in der ersten Schlange ja auch gemacht. Das erklärte ich auch dem lustigen Anzugsmensch, der vor der “Nur-Guggen” Schlange stand und wedelte dabei mit meinem Abholschein rum, während ich ihn nach dem korrekten Weg fragte. Die “Nur-Guggen” Schlange war komplett leer. Vorne wurde ich von einer netten, blonden Dame begrüßt die mich irritiert ansprach, warum ich den mit meinem Abholschein rumwedeln würde und warum ich nun in dieser Schlange sei. “Schnautze voll”, erkärte ich ihr, was ich auch so meinte, und das ich mir den Store mal anguggen wollte und heute Abend nochmal komme. Und dann gings rein.

Begrüßt wurde ich von den Klatschäffchen am Eingang, bekannt aus Funk- und Fernsehen, welche sicherlich den bedauernswertesten Job an diesem Tag hatten. Aber ich klatschte mit. Primär um sie aufzuheitern, oder damit sie sich nicht mehr so furchtbar fühlen. Keine Ahnung.

Ein hübscher Store, sehr groß, es arbeiten gefühlt 101 Verkäufer dort. Bin ein bisschen im Kreis gelaufen und stellte fest, dass es keine gute Idee war, sich kurz vorm Eintritt noch mal einen kostenlosen Kaffee geben zu lassen, den mit einer Hand fotografiert es sich schlecht. Also folgte direkt der erste Praxistest des Apple-Genius: “Wie kann ich meinen Kaffee los werden?” – Mit einem überraschend freundlichen Lächeln bekam ich ein “mir geben” zurück und wurde tatsächlich des Getränkes befreit. Erster Test: Sehr gut.

Ich ließ mich anschließend zu den iPhone5 Testgeräten weißen und verbrachte die nächste halbe Stunde damit vom Tisch mit den weißen Geräten zum Tisch mit den schwarzen Geräten zu laufen und zurück. Das schwarze Model habe ich genauer unter die Lupe genommen, den das gute Scuff-Gate, von dem ihr alle in den nächsten Wochen noch viel hören werdet, scheint in der Tat ein echtes Problem zu sein. Kurz gesagt: Die schwarzen Modele verlieren wohl relativ leicht ihren “Lack” bzw. die eloxierte Beschichtung und dann schimmert das Aluminium durch. Daher field die Farbwahl schwerer als gedacht, aber das soll jetzt nicht Thema sein, den:

Irgendwann schaute ich mich mal um und suchte die “iPhone5-Kaufen” Schlange innerhalb des Stores. Und ich fand sie nicht. Die Leute aus der Schlange vor der Tür wurden einfach nur sehr stark verzögert in den Laden gelassen. Um ein iPhone zu kaufen brauchen diese dann ihren weißen Zauberzettel.

Und dann stand schon ein Genius neben mir und fragte mich, ob ich mittlerweile wüsste, welche Farbe es sein soll. Und dann wurde mir, mit zugegebenermaßen sehr hoher Verzögerung, langsam klar, dass es eigentlich derzeit gar keinen logischen Grund gibt, der mich davon abhalten könnte, hier und jetzt ein iPhone zu kaufen statt mich Abends nochmals in die Rotz-Schlange stellen zu müssen. Also fragte ich vorsichtig an, was ich den nun tun müsste wenn ich kaufen wollen würde. “Ja, da musst du dich draussen anstellen, du kriegst dann so einen Zettel mit dem du…” – “So einen?” – “Ja, genau. Ja dann kannst du direkt bei mir bezahlen und das Ding mitnehmen”.

Und so ging es dann auch. 2-3 Stunden anstehen gespart. Nun kennt ihr die Wahrheit.

Achja: Schwarz.

 

 

Nexus 7, PlayBook Herausforderung: Scrolle zu Seite 68

Ich mag wirklich nicht bashen. Aber bei manchen Sachen muss ich mir echt an den Kopf langen. Ich hab ja schon in meinem Bericht über das Nexus7 behauptet, die Google Leute würden das Gerät nicht selbst benutzen.

Das sieht man sehr gut an der eBook-Applikation “PlayBook”. Versucht da einfach mal zu einer bestimmten Seite (egal welche) zu blättern. Es ist nahezu unmöglich. Warum? Seht selbst:

(Am besten in HD anschauen)

Der eigene Finger ist immer im weg. Die Anzeige der aktuellen Seite wird einfach verdeckt. Sowas merkt man doch normalerweise als aufmerksamer Entwickler, oder hab ich da was verpasst?

Nexus 7: Just my 2 Cents

Seit rund einer Woche ist das Nexus 7 nun in meinem Besitz. Zeit mal meine Meinung darüber raus zu posaunen.

Wer mich kennt, der weiß das mein Gerätepark sehr stark Apple geprägt ist. Dementsprechend hatte ich bereits das iPad1 in Besitz, habe es aber verkauft, da es viel zu selten in Gebrauch war. Warum also nun ein Nexus 7? Nun, primär um mal ein aktuelles Android an zufingern und sich einen neuen Überblick darüber zu verschaffen.

An sich muss ich sagen, dass der erste Eindruck überaus positiv war. Der Teufel steckt, wie so oft, im Detail. Da ist Apple mit iOS nach wie vor stark, da sie sich über kleine Dinge größere Gedanken zu machen scheinen. Aber Android ist da besser geworden, es sind nur noch kleine Dinge, die nerven. So scrollt der Store beispielsweise bei jedem Seitenwechsel wieder an den Anfang der Seite. Gehe ich eine Liste durch, wähle eine App aus um sie mir anzuschauen und gehe dann zurück, dann bin ich wieder am Anfang der Seite. Google-Menschen, nutzt ihr eure Software selbst? Oder die Mail-App startet jedes Mal mit dem selben ausgewählten Postfach, obwohl beim beenden die kombinierte Ansicht aktiviert war. *sigh

Gut gefällt mir an sich der Homescreen, und die Möglichkeit, da Widgets drauf zu knallen. So etwas fehlt definitiv unter iOS. Das selbe gilt für die Benachrichtigungsfunktion, diese scheint unter Android weit mächtiger zu sein, jedoch auch inkonsequenter. Manche Notifications lassen sich wegswipen, wohingegen manche kleben bleiben und eine laufenden Applikation signalisieren – was wiederum nicht bedeutet, dass ich anhand der Notifications erfahren würde, welche Applikationen gerade laufen. Gerade das Multitasking finde ich sehr verwirrend gelöst unter Android. Mir scheint die einzige Möglichkeit sich vor Akku-Fressern zu schützen ist es, einfach nur ausgewählte Applikationen zu installieren. Den sind die Applikationen mal drauf, können sie im Prinzip tun was sie wollen. Beispielsweise musste ich für einen ICQ-Client Berechtigungen vom Kaliber “Kann jederzeit Video- und Audioaufnahmen anfertigen und ins Internet senden” abnicken. Für ein Gerät, dass ich auch mal gerne auf der Toilette einsetze, vielleicht ein wenig kritisch.

Zurück zum Nexus: Die 7″ sind ja im Prinzip eine neue Größe, dem entsprechend haben viele Applikationen damit ein Problem. Das typische Android Problem eben: Der Geräte-Zoo. Manche Applikationen schalten in den Telefon-Modus und zeigen mir das Telefon-GUI an, nur eben in die Länge und Breite gezogen. Entsprechend häßlich und verschwendeter Platz ist die Folge. Andere Applikationen schalten in den Tablet-Modus, skalieren das GUI dann aber kleiner, was teilweise in sinnfreier und unbenutzbarer GUI endet (siehe bspw. IM+).

IM+ auf Nexus 7 - Are you serious?

IM+ auf Nexus 7 – Are you serious?

Das Schlimme ist, dass Android das selbe Problem zu haben scheint. Android befindet sich im Telefonmodus (erkennbar an den zentrierten Home-Tasten unten) mit speziell angepasster GUI. Das führt wiederum dazu, das alle Applikationen rotieren wenn man das Tablet dreht, wirklich alle, mit einer Ausnahme: Dem Homescreen! Kein Scherz: Jedesmal wenn man auf dem Home-Screen landet muss man das Tablet zurück drehen, oder entsprechend auf dem Kopf navigieren. Es gibt zwar Hacks, um das Nexus in den Tablet-Modus zu bekommen (man muss dazu a) rooten und b) die DPI-Einstellung des Displays umstellen), so ganz bugfrei scheint das aber nicht zu sein.

Doch das ist noch nicht alles: Da das Gerät denkt, es sein ein kleines Telefon, funktioniert das Swipen einer Seite (also das Umblättern) nur sehr mau. Bei einem kleinen Telefon ist mein Daumen entsprechend groß um beim Swipe über den halben Bildschirm zu streichen. Bei einem 7″ Gerät ist das entsprechend schwierig. Leider wird die Swipe-Geste nur erkannt, wenn man mit dem Daumen über die Hälfte kommt. Schwierig.

Und wo wir schon dabei sind: Der Home-Button liegt nur wenige cm unter der Home-taste. Leider kommt man daher beim Tippen öfters ausversehen drauf. Und darf dann erstmal wieder das Tablet dem Homescreen entsprechend drehen…

Das Gerät an sich ist für den Preis sehr gut verarbeitet. Ich habe 200€ für die 8GB Version gezahlt – und noch einen 20€ Store-Gutschein dazu erhalten! Das Display hat genug Pixel um auch einen Retina-Verwöhnten Apple-Jünger zufrieden zu stellen. Der Akku hält im Vergleich zum iPad nicht ganz so lang, und auch das Laden mit dem mitgelieferten Netzteil geht gefühlt sehr lang.

Ein Vorurteil gegenüber der Android-Plattform hat sich jedoch leider bestätigt: Die Apps sind qualitativ schlechter. Das mag damit zusammen hängen, dass unter Android generell weniger Gewinn zu erwirtschaften ist (da die Nutzer zahlungsunfreudiger sind), aber was man hier an mit Werbung vollgestopftem Müll zu Gesicht bekommt ist teilweise wirklich hart. Auch die Apps von Google sind teilweise eine Katastrophe. Das Schlimmste Beispiel hierfür ist die YouTube App:

Ich habe es bisher nicht hinbekommen ein einziges Video ohne Ladepause bis zum Ende zu schauen; ob mit HD oder ohne. Genügend Bandbreite ist vorhanden, doch die App gönnt sich regelmäßige und teilweise auch endlose Ladezeiten. Im Vergleich dazu funktioniert die App unter iOS um Welten besser. Noch, muss man ja sagen, den unter iOS6 wird die ja bekanntlich verschwinden. Möglicherweise verträgt sich das Nexus auch nicht mit der Fritzbox. Aber wer hat schon eine FritzBox… (Achtung, Ironie).

Google ist auch sehr inkonsequent mit ihren Applikationen. Man merkt sehr klar, dass es keine klare Linie gibt, und die Apps von unterschiedlichen Teams stammen, die wohl alle ihre Apps auf dem Nexus haben wollten. Den nach dem Auspacken finde ich gleich mal zwei Mail-Programme, beide von Google (GMail und noch ein weiterer IMAP-Client). Google Talk und Google Messenger aktiviert sich auch mal direkt, Unterschied zwischen den Apps ist mir unbekannt. Verwirrung komplett.

Ansonsten bin ich eigentlich ganz zufrieden. Der Browser tut anständig, wenn auch nicht so Smooth wie Safari auf dem iPad. Der Sync mit Chrome für den Desktop ist dafür ganz nett und funktioniert erstaunlich gut. Ok, bis auf einen kleinen Bug, die mobilen Lesezeichen werden nämlich nicht zurück gesynct.

Bevor man ein vorschnelles Fazit zieht sollte man sich nochmal den Preis in Erinnerung rufen: 200 Euro für die kleine Version. Die sind das Tablet allemal wert. Ich werd meins wohl erstmal behalten.