Und was hörst du?

This post was published 10 years, 1 month ago. Some material it contains may no longer be applicable.

Mein wiedergekehrter Blogger-kollege Simon hat ja schon ein paar Worte darüber geschrieben. Es geht um diese tollen neuen web2.0igen Musikdienste, die einem helfen sollen, herauszufinden, welche Musik einem gefällt.

Der neueste Vertreter davon ist Last.fm. Last.fm klinkt sich in den Player deiner Wahl ein und schickt die Titel aller abgespielten Songs an einen zentralen Server, wo sie anschließend ausgewertet werden.

Und was hat man dann davon? Es entsteht eine hübsche Liste von Titeln und Artisten, die man scheinbar gerne hört. Diese Liste ist öffentlich und von anderen Leuten einsehbar. Und was noch? Mit dem Last.Fm Client kann man auch so ein bisschen Radio hören, anscheinend Lieder, die zu dem eigenen Geschmack passen. Naja, also da war ich ein bisschen enttäuscht. Den: Ein Großteil der Features lassen sich nur gegen einen bezahlten Account nutzen, dazu zählen leider die besser abgestimmten Radiokanäle.

Weitere Features wären Musikgruppen, wo sich gleichgesinnet zusammen finden können und ihre eigene Favoritenplaylist haben. Aber das klappt irgendwie auch nicht so richtig. (Bei mir war HipHop auf Platz 1 in der House-Gruppe).

Auf jeden Fall funktioniert Last.Fm für mich nicht. Denn den Größteil meiner Musik beziehe ich live aus dem Internet als Livestream (deep.fm, MusicOne, FriskyRadio, BassDrive) – und das kann Last.Fm nicht tracken. Und mit den ganzen Listen kann ich auch nichts anfangen. Das Radiomodul spielt nicht wirklich die Musik, die ich mag, sondern die, die ich höre bzw. schon einmal abgespielt habe. Und ich denke das ist auch der Knackpunkt.

Aber momentan mal!

Gab es so etwas nicht schonmal? Habe ich nicht auch schon mal über so etwas berichtet? Richtig, Pandora.

Pandora ist im Gegensatz zu Last.Fm “nur” ein Radioplayer, und dazu noch ein ziemlich häßlicher der im Browser via Flash läuft. Doch Pandora kann das besser, was Last.Fm verspricht: Es zeigt dir Musik, die dir gefällt. Zu beginn wählt man sich einen Artisten oder einen Song aus, der einem gefällt, alles weitere geschieht automatisch. Pandora schlägt Songs vor, man selbst entscheidet dann, ob er einem gefällt oder nicht. Anhand dieser Entscheidung entwickelt sich die weitere Playliste.

Und diese Playlist ist klasse. Zumindest was meinen Geschmack angeht trifft Pandora sehr oft ins Schwarze – kein Vergleich zu Last.Fm.

Pandora arbeitet mit dem MusicGenome Project zusammen. Dort werden die Hauptmerkmale von Musik ausgelesen und anhand dieser Merkmale werden die Entscheidungen für die nächsten abzuspielenden Titel gefällt.

Und jetzt das Tolle: Pandora ist kostenlos geworden! Wohingegen früher nach 10 Stunden Schluss war, sind die Accounts jetzt kostenlos. Zwar muss man mit ein bisschen Werbung im kostenlosen Zugang leben, jedoch fällt das meiner Meinung nach nicht besonders negativ ins Gewicht. (Um ehrlich zu sein hab ich noch überhaupt keine Werbung gehört)

Wenn man jetzt noch eine komfortable Möglichkeit hätte, die Songs aufzuzeichnen und man den Browser nicht dauernd aus Reflex schließen würde…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.